Donnerstag, 15. Dezember 2011

Adventskalender - Türchen 15


Heute eine kleine Geschichte, die ich zusammen mit einem Teebeutel, süßen Sachen, einem Teelicht und einen niedlichen Weihnachtsanhänger bekommen habe.
Sie regt zum Nachdenken an, eignet sich aber auch bestens um sie - wie oben beschrieben - zum Verschenken.

Weihnachten

Der kleine Gwendolin saß in seiner Wurzelwohnung im Wald und war ratlos. Er hatte einfach keine zündende Idee, wie er seinen Freunden in diesem Jahr eine Weihnachtsfreude machen könnte. Und dabei hatte Gwendolin sich in diesem Jahr ein besonderes Ziel gesetzt. Er hatte nämlich in den letzten Jahren festgestellt, dass viele seiner Freunde über all den hektischen Vorbereitungen gar nicht zur Ruhe kamen. Und vor lauter Hektik hatten die eigentliche tiefe Freude über das Weihnachtsgeschehen nicht entstehen können.

Als Gwendolin einem Freund von seinen Überlegungen erzählen wollte, antwortete dieser: „Den Sinn von Weihnachten? Keine Ahnung! Und außerdem habe ich im Moment sowieso keine Zeit.“ Gwendolin erschrak und dachte: „Wozu denn all die Weihnachtsgeschenke, wenn die allergrößte Freude und der Grund der Aufmerksamkeit in Vergessenheit geraten sind!“ Er rätselte und grübelte.

Als er zum Fenster rausschaute, sah er plötzlich in der Ferne einen Punkt, der langsam näher kam, und bald erkannte er seinen Freund Arnulf. Gwendolin freute sich über den unerwarteten Besuch, setzte schnell Teewasser auf, zündete eine Kerze an und stellte seinen selbstgebackenen Schokoladenkuchen auf den Tisch. Als Arnulf dann kam, hatte er in Windeseile einen gemütlichen Teetisch hergerichtet. Die Begrüßung der Freunde war sehr herzlich. Sie erzählten sich viel und Gwendolin berichtete auch von seinen Sorgen wegen der Geschenke.

Da begann Arnulf zu sprechen: „Eigentlich bin ich auch nur gekommen, um dir schnell dein Geschenk zu bringen. Aber der liebevoll gedeckte Tisch und deine herzliche Begrüßung haben mich umgestimmt. Ich muss gestehen, ich hatte das wahre Weihnachten eigentlich auch vergessen, aber deine Wärme und Liebe hier ließ mich zur Ruhe kommen. Du hast mir nichts geschenkt außer deinem wunderbaren Kuchen und dem Tee, und trotzdem hast du mir Weihnachten viel näher gebracht als alle Geschenke, die ich sonst bekam.

Ich danke dir von Herzen!“ Arnulfs Worte gingen Gwendolin noch lange durch den Kopf und plötzlich hatte er eine Idee: Er bereitete viele kleine Säckchen und packte nur eine Kerze, ein Päckchen Tee, Schokoladenkuchen und einen kleinen Zettel hinein, auf dem Stand:

„Lieber Freund! Mit diesen Gaben möchte ich dir die Grundlage für eine gemütliche Advents- und Weihnachtsstunde liefern. Zünde dir die Kerze an, brüh dir den Tee auf, und während du den Kuchen isst freue dich daran, Weihnachten zu genießen.

Dein Gwendolin"

Liebe Grüße, 
Eure

Kommentare:

  1. schade, das ich die Geschichte jetzt erst sehe...wirklich ideal für 15 Min Weihnachten.
    Mal schaun, vielleicht mach ich heut abend noch ein paar nach.danke

    lg angelika

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  2. Was für eine schöne Geschichte und manchmal doch so wahr!!! Die werde ich mir mal abspeichern und vllt. bei passender Gelegenheit mal vorlegen!

    LG Ann Kathrin

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  3. Vielen Dank fürs Teilen

    bis moooooooooooorgen
    Saphira

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  4. Das ist ja eine schöne Geschichte,sie passt sehr gut in die "15 Minuten-Weihnachten" Tüte!!
    Liebe Grüße Rosi

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  5. Guten Abend,
    ja so wird es wohl vielen gehen,mir auch,so richtig will keine Weihnachts-
    stimmung aufkommen, alles will ich allein machen und jeden beschenken,
    aber es geht nicht, jetzt ist Schluß
    sonst verpassen wir noch das Fest,eine
    sehr schöne Geschichte, danke Jessi,
    LG Renate

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Danke für Deinen lieben Kommentar. Bis bald.